Date: 
July 26, 2017
Author: 
Rowan O'Donoghue
Date: 
7.26.2017
Author: 
Rowan O'Donoghue

Das Schöne an der Cloud ist ihre Einfachheit. Die Bereitstellung eines neuen Services lässt sich mit ein paar Mausklicks bewerkstelligen, und das Abo für eine gehostete Applikation kann man per Kreditkarte bezahlen. Immer online und jederzeit sofort verfügbar – die Cloud scheint die Lösung für viele verbreitete IT-Probleme zu sein.

Eine Studie der Softwarefirma Dynatrace ergab allerdings, dass 79 % aller Unternehmen fürchten, mit der Nutzung von Cloud-Services könnten möglicherweise verdeckte Kosten auf sie zukommen. Zwar denken die meisten dabei vorwiegend an zusätzliche Gebühren für unerwartete Ressourcennutzung, es ist aber viel wahrscheinlicher, dass die Extrakosten durch einen vermehrten Verwaltungsaufwand verursacht werden – vor allem im Bereich Software-Asset-Management (SAM).

Wer steuert die Softwarebeschaffung?

Da es kinderleicht ist, Cloud-Apps zu kaufen, umgehen in den Unternehmen viele Abteilungen mittlerweile komplett die IT-Abteilung. Das hat zur Folge, dass das SAM-Team die App-Nutzung und die Zahl der aktuellen Lizenzen oft überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann.

Der Kampf darum, die Kontrolle über die Softwarebeschaffung zurückzuerlangen, bekommt dabei zunehmend politische Dimensionen. Die Chance, die Beschaffungsbürokratie zu umgehen, bietet den Businessverantwortlichen die Möglichkeit, Applikationen schnell und effizient zu implementieren und so bei reduzierter Vorlaufzeit die Produktivität zu maximieren. Für den CTO ist der bürokratische Weg hingegen ein notwendiges Übel – denn nur so ist ausreichend Zeit vorhanden, um eine korrekte Unterstützung aller Applikationen zu gewährleisten.    

Der traditionelle Beschaffungsprozess bietet dem Software-Asset-Manager zudem die Möglichkeit, alle Auftragsdetails zu prüfen und im Vorfeld sicherzustellen, dass alle lizenzrechtlichen Aspekte in Ordnung sind.

Auch die Software-Implementierung über die Cloud muss in irgendeiner Form verwaltet werden, um Auditprobleme zu vermeiden. Und dieses Risiko ist nur zu real: So deckte ein Report von CipherCloud auf, dass in globalen Unternehmen im Schnitt 1.100 Cloud-Apps in Benutzung sind. Aber wie bereits eingangs erwähnt, sind 86 % dieser Apps nicht offiziell freigegeben. So entsteht eine „IT-Schattenwelt“, die von der firmeninternen IT-Abteilung nicht unterstützt werden kann.

Eine unglaublich komplexe Infrastruktur

In den vergangenen Jahren haben Unternehmen Millionen dafür ausgegeben, ihre IT-Systeme zu konsolidieren sowie den Datenzugriff und -austausch zu vereinfachen. Die Ironie der neuen Cloud-Services liegt darin, dass sie IT-Prozesse eher fragmentieren, neue Datensilos entstehen lassen und viele der hart erkämpften Integrationserfolge zunichte machen.

Für das SAM-Team ist das Problem sogar noch größer. Bei all den Produkten, Services und Plattformen, die heute genutzt werden, ist es kaum noch möglich, den Überblick zu behalten – vor allem, wenn man längst nicht alle genutzten Apps und Plattformen kennt.  

Hosting-Infrastrukturen führen zu demselben Problem

Plattformen wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder sogar IBM Cloud ziehen ähnliche Probleme nach sich. Dank der Möglichkeit, Apps und Server in Cloud-Rechenzentren zu installieren, kann Ihr Unternehmen die Hardwareausgaben reduzieren und damit das Geschäftsergebnis nachhaltig verbessern.

Werden aber Systeme nicht mehr vor Ort vorgehalten, wird es auch deutlich schwieriger, die entsprechenden Lizenzen zu verwalten und Compliance sicherzustellen. Das trifft vor allem auf den probeweisen Einsatz zu, bei dem die IT-Abteilung neue Applikationen und Services testet. Aber wie man es auch dreht und wendet, Cloud-Umgebungen zählen heute zum festen Instrumentarium für die schnelle App-Entwicklung. Leider verliert man bei der klaren Ausrichtung auf Schnelligkeit schon mal die Lizenzaspekte aus den Augen. Mit der Ausrede brauchen Sie es beim nächsten Auditproblem aber gar nicht erst zu probieren.

Zeit für Hilfe

Die einzige Chance für das SAM-Team, die Kontrolle über Cloud-Apps und Abos zurückzuerlangen ist es, einen kompletten Hausputz zu veranstalten. Im Idealfall arbeitet man dabei mit der Finanzabteilung zusammen, da diese in der Lage sein dürfte, Käufe und Abos nachzuvollziehen, die an der IT-Abteilung vorbei getätigt bzw. abgeschlossen wurden. Alternativ dazu kann Sie auch ein externer Partner wie Origina dabei unterstützen, die vorhandenen IBM-Installation sowie die Zahl der aktiven Lizenzen zu verifizieren.  

Die sich durch die Cloud immer weiter ausbreitende IT-Schattenwelt bereitet Software-Asset-Managern zunehmend Kopfschmerzen – und die meisten von ihnen werden fremde Hilfe benötigen, um ihre Systeme wieder unter Kontrolle zu bringen.

Wenn Sie gerne mehr über das Thema IBM-Lizenzierung in der Cloud erfahren möchten, sprechen Sie uns einfach an.

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