Date: 
Aug 2, 2017
Author: 
Tomás O'Leary
Date: 
2/8/2017
Auteur: 
Tomás O'Leary
Datum: 
2.8.2017
Author: 
Tomás O'Leary

Berichten zufolge zwingen politische Spannungen und Bedenken hinsichtlich der Datenhoheit die russische Regierung dazu, ihre nationale Datenstrategie komplett zu überdenken. Man vermutet, dass hinter der grundlegenden Überprüfung der durch Regierungsstellen genutzten Software vor allem die sich verschlechternden internationalen Beziehungen sowie politische Spannungen mit den USA stehen.

Derzeit sind in Russland Applikationen von IBM, Oracle und Microsoft noch sehr weit verbreitet, aber wie man hört, werden derzeit Alternativen evaluiert, um die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu reduzieren – allen voran Produkte mit Open-Source-Lizenz. Die Staatsduma, das russische Abgeordnetenhaus, hat in dem Zusammenhang sogar einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem es Regierungsstellen untersagt werden soll, lizenzierte Software zu erwerben.

Stattdessen werden diese Stellen nun ermutigt, wo immer das möglich ist, Open-Source-Alternativen zu nutzen. Dabei sind in Russland bereits heute Gesetze in Kraft, die den Kauf ausländischer Software durch Regierungsbehörden stark einschränken. Man geht davon aus, dass die entsprechenden Stellen sich bei Neuanschaffungen künftig an der Liste mit freigegebenen Applikationen von 2.000 lokalen Anbietern orientieren werden.      

Warum solch drakonische Maßnahmen? Dazu Andrej Chernogorow, Geschäftsführer der parlamentarischen Kommission für strategische Informationssysteme, in einem aktuellen Interview mit Bloomberg News: „Viele ortsansässige Softwareschmieden bieten Produkte an, die auf ausländischen Frameworks basieren, wie IBM WebSphere oder Microsoft ASP.net. Wir wollen dieses Schlupfloch für staatliche Einkäufe schließen, da es Sicherheitsprobleme verursacht.“  

Nicht alles dreht sich um Sicherheit.

Sind politische Spannungen präsent, ist eine solche zukunftsorientierte Planung gewiss sinnvoll. Aber bei dem neuen Verbot von US-Software geht es nicht ausschließlich um Sicherheitsbedenken.

Software, die auf proprietären Plattformen wie IBM WebSphere entwickelt wird, ist in aller Regel deutlich teurer als Open-Source-Alternativen. So wird russischen Softwareentwicklern von IBM eine Lizenzierungsgebühr in Rechnung gestellt, welche die Kosten ihrer Applikationen deutlich in die Höhe treibt.  

Das heißt, die Regierungsstellen zahlen ganz normal den Kaufpreis der Software, müssen dann aber die Gebühren für Support und Wartung gleich zweimal entrichten: an den lokalen Anbieter und an IBM für die zugrunde liegende Plattform. Diese Vereinbarungen schlagen mit den üblichen rund 20 % der jährlichen Kosten (plus Preiserhöhungen) zu Buche, die auch Ihr Unternehmen in Rechnung gestellt bekommt.

Wie jede andere Regierung, stehen auch die Russen ihren Bürgern gegenüber in der Pflicht, die Betriebskosten möglichst niedrig zu halten. Und damit wären wir bei einem weiteren Grund, aus dem man sich in Russland von Applikationen abwendet, die auf IBM-Technologie basieren.

Ein leuchtendes Vorbild für Ihr Unternehmen?

Im Prinzip sehen sich kommerzielle Organisationen mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert: Auch hier gilt es, die Sicherheit zu steigern und die Betriebskosten zu senken. Aber wäre ein Open-Source-Ansatz wirklich die richtige Strategie für Sie?

Von einer Technologie zu einer anderen zu wechseln, ist nie einfach. Denken Sie nur an Ihren letzten IBM-Plattform-Upgrade und den damit verbundenen Planungsaufwand zurück – vom Ressourceneinsatz einmal ganz zu schweigen. Wenn Sie zu einer Open-Source-Infrastruktur wechseln, könnte das beispielsweise eine komplette Neuentwicklung Ihrer zentralen Geschäftsanwendungen erforderlich machen. Und auch das Thema Knowhow ist in dem Zusammenhang nicht zu unterschätzen: Verfügen Ihre internen Teams wirklich über das nötige Fachwissen und die Erfahrung, um eine völlig andere Plattform zu managen?

Kostensenkung leicht gemacht

Die Belastung durch Lizenzierungskosten ist allgegenwärtig und kaum wegzudiskutieren. Schließlich macht dieser Posten einen erheblichen Anteil Ihrer jährlichen Softwareausgaben aus – bis zu 60 % des Gesamtbudgets. Aber sich einfach so von IBM zu trennen, würde ebenfalls enorme Kosten verursachen und den erhofften Return-on-Investment erst nach langen Jahren eintreten lassen.

Aber es gibt Alternativen. Statt eine stabil laufende, zuverlässige Plattform durch eine völlig neue Alternative zu ersetzen, könnte Ihr Unternehmen besser beraten sein, sich mit den Möglichkeiten zu befassen, die externe Wartungs- und Supportlösungen zu bieten haben. Wenn Sie sich hier beispielsweise für einen Partner wie Origina entscheiden, können Sie die Wartungs- und Supportkosten über die Laufzeit des Vertrages um bis zu 90 % reduzieren.

Sehen wir die Dinge mal realistisch: Wenn Sie nicht für die Regierung arbeiten und deren extreme Sicherheitsbedenken teilen müssen, gibt es überhaupt keinen Grund, Ihre bestehenden IBM-Systeme gegen eine Open-Source-Alternative auszutauschen. Ein solcher Schritt würde in erster Linie erhebliche Kosten und Störungen verursachen und selbst auf lange Sicht kaum nennenswerte Performance-Verbesserungen bieten.

Oder andersherum gesagt: Ihre bestehende IBM-Plattform zu behalten und sie künftig durch einen freien Wartungs- und Supportpartner betreuen zu lassen, ist in jedem einzelnen Fall die smartere Lösung. Interessiert? Dann sprechen Sie uns einfach an.

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