Date: 
Jul 26, 2018
Author: 
Tomás O'Leary
Date: 
26/7/2018
Auteur: 
Tomás O'Leary
Datum: 
26.7.2018
Author: 
Tomás O'Leary

Lizenzvereinbarungen für Business-Software sind lang, kompliziert und verwirrend – mit anderen Worten, genauso, wie Juristen es lieben. Für alle anderen – einschließlich Software-Asset-Manager – sind IBM-Softwareverträge ein absoluter Albtraum.

Das Problem liegt darin, dass diese oft mehr als 100 Seiten starken Dokumente völlig überfrachtet sind, weil die IBM-Juristen versuchen, jede auch nur ansatzweise denkbare Variante abzudecken und dabei alles, was nur gerade geht, zu Gunsten ihres Arbeitgebers auszulegen. Das hat zur Folge, dass IBM-Softwareverträge zum Großteil irrelevant sind – zumindest gilt das fürs Tagesgeschäft.

Werden dann aber administrative Fehler gemacht, geht der Schwarze Peter direkt an den SAM oder den Lizenzverantwortlichen. Machen Sie hier einen Fehler, stehen Sie als blutiger Anfänger da.

Sich mit Lizenzen für Business-Software auszukennen, bedeutet aber mehr, als nur sein Gesicht zu wahren.

Es ist ein essenzieller Teil Ihres Jobs

Da der SAM die Verantwortung für die Einhaltung der Softwarenutzungsbedingungen trägt, wird (zu Recht) von ihm erwartet, dass er alle Vertragsdetails im Blick hat. Es ist also durchaus als angemessen zu betrachten, dass Sie sich mit Ihren Softwarelizenzen auskennen.

Beim Software-Asset-Management geht es um weit mehr als nur darum, sicherzustellen, dass ausreichend Lizenzen vorhanden sind. So ist auch zu gewährleisten, dass die Nutzung der Software den Lizenzbedingungen entspricht. Wenn sich bei Ihnen ein Nutzungsszenario ändert, sollten Sie deshalb umgehend prüfen, ob die neue Verwendung lizenzkonform ist. So vermeiden Sie Probleme beim nächsten IBM-Lizenz-Audit.

Wenn Vertragsverlängerungen anstehen, geht IBM auf die Jagd

Wenn IBM-Softwareverträge zur Verlängerung anstehen, kann das beim SAM massives Kopfweh auslösen. So wird Ihr IBM-Account-Manager (oder IBM-Business-Partner) alles versuchen, um Ihnen für die laufende Wartung so viel wie möglich abzuknöpfen und sich dabei auf angebliche „Alles oder nichts“ Regeln oder Richtlinien aus dem letzten aktualisierten IBM International Passport Advantage Agreement berufen. Sie hingegen sitzen mit dem Ziel am Tisch, einen Rabatt auf das eingangs vorgelegte Angebot herauszuholen.

Für SAM-Anfänger ist dies eine hochgefährliche Zeit. Wenn Sie mit den Konditionen Ihres bestehenden Vertrages nicht vertraut sind, können Sie unmöglich bestimmen, ob man Ihnen gerade einen guten Deal anbietet oder ob man Sie mit versteckten Kostenfallen über den Tisch zieht.

Zwar mag die eigentliche Verlängerung glatt über die Bühne gehen, aber spätestens wenn dann später Kosten für zusätzliche Services auftauchen oder sogar die jährlichen Wartungskosten steigen, wissen Sie, dass Ihnen ein Fehler unterlaufen ist. Schlimmer noch sind aber die Dinge, die Sie nicht sehen können, wie End of Service (EoS)-Termine für Ihre Produkte, die Sie, ohne es zu merken, im Rahmen der Verlängerung mit abgesegnet haben. Das ist allerdings ein einfach zu vermeidender Fehler – vorausgesetzt, Sie sind mit den Konditionen Ihres bestehenden IBM-Softwarevertrages und den entsprechenden Produktlizenzvereinbarungen vertraut.

Softwarelizenz-Audits können für Sie eine echte Bedrohung sein

Software-Audits sind für Unternehmen eine kontinuierliche „Bedrohung“, dabei geht es doch nur darum, dass IBM bei Ihnen vor Ort die Lizenznutzung kontrollieren möchte. Steht dann aber erst einmal ein Team von Auditoren auf der Matte, um gezielt nach Verstößen zu fahnden, sind Anfängerfehler schnell gemacht, wenn man nicht gut vorbereitet ist.

Deshalb sollten Sie im Rahmen Ihrer Routineprüfungen auch stets erfassen, wo Software im Einsatz ist und ob Sie über ausreichend Lizenzen für die aktuelle Nutzung verfügen. Zudem müssen Sie nachweisen können, dass Ihre Software in Übereinstimmung mit den anwendbaren IBM-Nutzungsbedingungen verwendet  wird. Ohne Kenntnisse der Vertragsdetails ist das aber nahezu unmöglich.

Nur ein Anfänger würde vermuten, dass es bei einem Audit ausschließlich um die Zahl der genutzten Lizenzen geht. Gehen Sie lieber davon aus, dass die Auditoren auch jede einzelne Applikation darauf überprüfen werden, ob ihre Nutzung den spezifischen Vorgaben Ihrer Softwarelizenzen entspricht.

Sich Hilfe zu sichern, ist alles andere als anfängerhaft

Der wohl größte Anfängerfehler ist es, sich einzureden, dass man sich durch mögliche Lizenzierungsprobleme schon irgendwie „durchlavieren“ wird. Solange IBM die Füße still hält, mag das auch funktionieren, aber die nächste IBM-Vertragsverlängerung kommt mit absoluter Gewissheit und auch ein Audit ist jederzeit möglich.

Die beste Möglichkeit, nicht wie ein Anfänger dazustehen ist es, einen Experten für Business-Softwarelizenzen an Bord zu holen. So lassen sich nicht nur Fragen zu Softwareverträgen vor einem Audit zuverlässig klären, die Maßnahme ist auch gut für Ihr Standing im Unternehmen. Denn wenn Sie mit Ihren bestehenden Verträgen wirklich vertraut sind, können Sie auch Ihre bestehenden Rechte deutlich besser wahrnehmen.

Wenn es Sie interessiert, wie Sie im Bezug auf IBM-Softwareverträge Anfängerfehler vermeiden, sprechen Sie uns einfach an.

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