October 25, 2017
Author: 
Tomás O'Leary

Software-Asset-Management ist selbst im besten Fall ein ziemlich anspruchsvoller Job. Um aber alle Klippen sicher zu umschiffen, die es in diesem Bereich gibt, braucht es schon einen echten SAM-Guru, der die sechs SAM-Kerndisziplinen beherrscht. Fehlt nur eine davon in Ihrer SAM-Strategie, werden Sie vermutlich Probleme mit der Lizenzabdeckung oder der Compliance bekommen oder Sie zahlen zu viele Lizenzgebühren. 

Hier die kritischen sechs Punkte und ihre Bedeutung für Ihren Erfolg:

1. Bestand

Eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Software-Asset-Management ist, dass man sämtliche Assets wirklich nachvollziehen kann. Wenn Sie die simple Frage: „Wie sieht Ihr aktueller Software-Bestand aus?“ nicht sofort und vollständig beantworten können, haben Sie schon das erste Problem.Als Aspirant auf die SAM-Guru-Würde sollten Sie deshalb zunächst ein komplettes Lizenzaudit durchführen, ganz gleich, ob eine bestimmte Applikation derzeit genutzt wird oder nicht. Denn nur, wenn der Guru weiß, was im Bestand vorhanden ist, kann er die Nutzung und die künftige Entwicklung planen und fundierte Verhandlungen mit Anbietern führen. Allerdings handelt es sich hier um eine kontinuierliche Aufgabe. So müssen die Auditergebnisse immer wieder aktualisiert und an den gegenwärtigen Softwarebestand angepasst werden. Das gilt auch für Software, die außer Dienst gestellt wurde sowie deaktivierte Lizenzen. 

2. Nutzung 

Um Guru-Status zu erlangen, sollte man außerdem wissen, welche Applikationen in Benutzung sind und vor allem, wie diese genutzt werden. Nur wenn Sie hier den vollen Überblick haben, können Sie erkennen, wo neuere Lizenzen nicht genutzt werden, und wo Anwender durch ein Upgrade von neuen Features profitieren würden.ob bestimmte Anwendungen nur in geringem Maße genutzt werden, sodass sich durch einen intelligenteren Einsatz die Zahl der Lizenzen verringern ließe.Diese Erkenntnisse zur Nutzung sind auch überaus hilfreich, wenn Sie Wartungsverträge für Ihre Anwendungen aushandeln, da so Ihr Supportpartner seinen Aufwand deutlich präziser kalkulieren kann.

3. Planung

Initiativen zur digitalen Transformation und sich verändernde operative Prioritäten wirken sich direkt darauf aus, welche Anwendung im Unternehmen genutzt werden. Um sicherzustellen, dass die IT-Abteilung diese Ziele unterstützt, plant ein echter SAM-Guru voraus, damit seine Anwender stets über die benötigten Applikationen verfügen und mit voller Produktivität arbeiten können.In der Regel wird im Rahmen dieser Planung regelmäßig das Bestreben der Anbieter, Upgrades durchzuführen, mit den Präferenzen der Anwender abgeglichen, die vielleicht gar keine neuen Features benötigen oder sogar fürchten, dass ein Upgrade zu Lasten ihrer Produktivität gehen könnte. Natürlich darf bei dieser Art von Lizenzplanung auch die Kostenkontrolle nicht zu kurz kommen. 

4. Verträge

Ein echter SAM-Guru weiß nicht nur, welche Applikationen lizensiert sind und derzeit im Unternehmen genutzt werden – auch mit den entsprechenden Support- und Wartungsverträgen ist er bestens vertraut. Und da man diese Vielzahl von Informationen nicht im Kopf abspeichern kann, erfasst ein SAM-Guru jeden einzelnen Fall schriftlich und hat so alle wichtigen Fakten wie Kosten, Zahl der Lizenzen und Verlängerungsdaten stets im Blick. Da der SAM-Guru so einen vollständigen Überblick über die Softwarenutzung im Unternehmen hat, ist er viel besser aufgestellt, um künftige Verträge auszuhandeln – vor allem in Fällen, in denen die Zahl der Lizenzen höher ist als die der aktiven Anwender. Außerdem kann er auf dieser Basis auch mit freien Supportanbietern, die attraktivere Konditionen bieten als der OEM, fundiertere und zielgerichtetere Gespräche führen. 

5. Kontrolle

Die zunehmende Forderung nach On-Demand-Zugriff auf Software und Ressourcen zwingt auch einen SAM-Guru dazu, seine Kontrollmöglichkeiten immer weiter zu verbessern. Hat er aber den vollständigen Überblick über die Zahl der Lizenzen und die installierte Basis, kann er Applikationen mit 100 % Genauigkeit zusteuern. Werden die Software-Assets eines Unternehmens durchgehend kontrolliert, kann der SAM-Guru für jede einzelne Anwendung im Unternehmen Compliance sicherstellen. Aber dazu ist eine exakte Erfassung der einzelnen Lizenzen und der installierten Basis ein absolutes Muss.

6. Versionen

Bedingt durch den organisch erfolgenden Zukauf von Software, nutzen die meisten Unternehmen verschiedene Versionen ihrer Kernanwendungen. Diese Abweichungen werden aus Gründen der Anwenderpräferenz oder der Kostenkontrolle bzw. aufgrund von Kompatibilitätsproblemen mit anderen Systemen toleriert. Doch ein SAM-Guru ist unabhängig von solchen Gründen in der Lage, verschiedene Softwareversionen sowie alle vertraglichen/compliance-relevanten Abweichungen nahtlos zu verwalten. Zudem arbeitet er eng mit dem CTO zusammen, um eine Softwarestrategie zu entwickeln, die potenzielle Upgrade-Planungen umfasst. Auf dieser Basis kann er die Budget- und Lizenzanforderungen entsprechend der Strategie planen und so die künftige Entwicklung des Unternehmens unterstützen.

Ihr Software-Asset-Manager ist kein Guru?

Zwar ist es theoretisch möglich, dass eine Person alle hier genannten sechs Faktoren beherrscht, in der Realität ist das aber meist nicht der Fall. Solange der SAM ein erfahrenes Team hinter sich hat, ist das aber nicht unbedingt problematisch. Wenn Sie gerne mehr über Origina erfahren möchten – und natürlich darüber, wie unsere Gurus Ihnen helfen können, bei einem ganz bestimmten Anbieter – IBM® – die Software-Lizenzierungs-Compliance zu verbessern, sprechen Sie uns einfach an. Mithilfe einer simplen Statusanalyse prüfen wir, ob mit Blick auf Ihre IBM® Software gewisse Lücken vorhanden sind und zeigen auf, ob eine freie Wartungslösung für Sie und Ihr Unternehmen interessant sein könnte.

 

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